Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Interview mit Esther Grünig-Schöni

Bevor wir mit dem Interview beginnen, erst einmal eine kleine Leseprobe aus einen Roman

FROST

Der Anfang eines Romanes

im Schleierwelten-Verlag herausgekommen.

Er stand bei der Pinie. Manchmal sass er in einer Astgabel wie ein Nachtvogel. Heute stand er dicht am Stamm des Baumes. Im Baum sangen die Zikaden. Es roch nach Piniennadeln, nach Harz, nach Kräutern und nach Salz in der Luft. Für ihn unwichtig. Für andere … blöde Romantik.

Seinen Feldstecher hatte er dabei. Manchmal, wenn er näher an das Gelände schlich, brauchte er keinen. Keiner sah ihn. Dafür sorgte er mit grossem Vergnügen. Es gehörte zum Spiel. Er beobachtete beinahe ständig. Unterbrochen durch Schlaf. Davon brauchte er wenig. Unterbrochen durchs Essen – vielleicht -, durch sein Training, durch einen kurzen Aufenthalt zuhause. Er sah und wurde selbst nicht gesehen. Im Grunde existierte er nicht. Dafür, dass er nicht existierte, fühlte er sich sehr lebendig. Ohne Existenz. Er wartete auf seine Zeit. Davon hatte er genug. Viel Zeit. Keine Eile. Eile war schlecht. In der Eile wurden vermeidbare Fehler gemacht. In der Eile lag der Teufel.

Schreibe als erster einen Kommentar...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.