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Interview mit Tino Hemmann

Seit wann schreiben Sie?

Seit meinem zehnten Lebensjahr. In der vierten Klasse fiel ein Aufsatz etwas länger aus, von da an förderten meine Eltern das Schreiben ein wenig. Später habe ich mich selbst gefordert. Ich weiß noch, dass ich mir eine riesige gusseiserne Schreibmaschine von meinen Nachbarn ausgeliehen habe …

Haben sie schon als Kind bzw. Jugendlicher gerne geschrieben und gelesen?

Gelesen habe ich praktisch immer, wenn ich nicht geschrieben habe. – Nein, nicht ganz so. Ich habe auch noch Leistungssport gemacht, für die Schule gelernt und meine Kindheit genossen. Schaue ich heute in mein Bücherregal, dann weiß ich sofort, was ich damals gelesen habe: Jules Verne, die ganze „Spannend Erzählt“-Reihe, die DDR-Kinderbuchklassiker, die Schatzinsel … Mein Lieblingsbuch war damals Twains Tom Sawyer, von dem ich heute noch ganze Passagen auswendig kann. Wenn wir damals allerdings schon Computer gehabt hätten, wer weiß, vielleicht wäre alles ganz anders gekommen. Von meinem zehnten bis zum vierzehnten Lebensjahr habe ich dann mein erstes Buch „Silberauge“ geschrieben. Es handelt um 1850 über einen Jungen, der Waisenkind wird und den es anschließend einmal um die ganze Welt führt. Ein unglaubliches Abenteuer, das ich selbst erlebt habe. In meinem Kopf, versteht sich. Meine ersten acht Lebensjahre wuchs ich als Hinterhofkind auf. Nur mit Hilfe der Phantasie konnte man seinen Horizont erweitern.

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