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Der Herrscher von Arcoluun

Der Herrscher von Arcoluun

Manuskript:

Fest der Jahreswende

Das alljährliche Jahreswendefest stand ins Haus. Im Reich von Arcoluun gab es sehr viele Dörfer und es war Tradition, dass dieses Fest jedesmal in einem anderen Dorf durchgeführt wurde. In diesem Jahr war die Wahl auf das Dorf der Händler gefallen. Es versprach ein sehr großes Fest zu werden – die Händler waren bekannt dafür, dass sie sehr viel Geld besassen und auch in mehr als komfortablen Häusern wohnten. Sie handelten mit Gewürzen, Stoffen, Waffen und vor allem mit allerlei medizinischen Gebräus und Salben. Antar, einer der reichsten Einwohner des Dorfes bewohnte das größte Haus und bei ihm konnte man so gut wie alles was es gab kaufen. Er hatte auch die Aufgabe übernommen, alles für die Jahreswendefeier zu organisieren. Es war eine ganz besondere Ehre, die beiden Herrscherfamilien von dem Haus der Arcoonen und dem Haus der Luuaner zu diesem Fest einladen zu dürfen. Antar kannte den Sohn von Thoran, dem Herrscher über das Großreich Arcoluun und König des Reiches der Arcoonen, sehr gut. Des öfteren war er schon zu der Burg der Arcoonen gerufen worden um mit seinen medizinischen Kenntnissen die Wunden von Ahamed, dem ältesten Sohn des Herrscherhauses zu versorgen. Ahamed war ein guter Nachfolger für den Herrscher über das Großreich Arcoluun. Kräftig, listig und er hatte vor nichts Angst – das waren die Eigenschaften von Ahamed. Meist war er mit seinen Kriegern unterwegs, um die kleineren Überfälle von den Thoors auf die Dörfer in den Landesgrenzgebieten zurückzuschlagen. Da gabs trotz aller Gewandtheit doch schon mal die eine oder andere Verwundung. Aber selbst die Thoors hatten einen höllischen Respekt, wenn Ahamed mit seiner Truppe auftauchte. Das diesjährige Fest versprach aber noch eine ganz besondere Überraschung zu bieten – deshalb war Antar mehr als stolz, dass das Fest gerade in seinem Dorf stattfinden würde. Ahamed war im heiratsfähigen Alter und würde bei der Festveranstaltung seine Verlobung mit der Tochter aus dem Hause der Luuaner bekanntgeben. Vallory war eine mehr als „anstrengende“ Tochter für ihre Eltern gewesen. Sie liebte es, sich in der Geschicklichkeit mit den verschiedenen Waffen selbst mit den stärksten Männern zu messen . Sie zu bändigen wurde für ihren Vater Nordak immer schwerer. Ihre Mutter Esther hatte eher ein sanftes Wesen und konnte mit der jugendlichen Unbändigkeit ihrer Tochter manchmal fast zur Verzweiflung gebracht werden. Ahamed würde den Wildfang schon bändigen – hofften ihre Eltern.

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