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Beste Feindinnen von Fay Weldon

Wie mag es wohl sein wenn man plötzlich und unerwartet seinen Mann verliert und dann erfahren muss das die heile Welt in der man dachte gelebt zu haben gar nicht so heil war?
Wie muss es wohl sein wenn von heute auf morgen alles über einen zusammenbricht und man eigentlich alles verliert was man gern hatte?

Ich glaube das muss man erst erlebt haben um es zu verstehen oder man liest das Buch „Beste Feindinnen“ von Fay Weldon. Denn in diesem Buch ergeht es der Hauptperson, Alexandra Ludd, genau so. Alexandra Luss ist eine Schauspielerin die in einen Bühnenstück in London mitspielt und dort doch einige Erfolge feiert. In der Zwischenzeit ist ihr Mann allerdings nicht so treu, wie sie es sich immer vorgestellt hat und ihre doch so glückliche Ehe ist auch nicht das was sie sich denkt.

Als nun also ihr Mann an Herzversagen stirbt und sie, noch in ihrer heilen Welt lebend, nach Hause eilt, aus London, nach Eddon Gurney, braut sich über ihr so einiges zusammen.

Zuerst ist da Jenny Linden die irgendwie genauso um ihren Mann trauerte wie sie selber und die sie für leicht durchgeknallt hielt, am Anfang. Das es leider nicht so ist, sollte sie später noch herausfinden.

Dann kam da noch Hamish, der Bruder von ihren Mann, der das ganze organisatorische Übernahm, sich um die Beerdigung und um die ganzen anderen rechtlichen Fragen kümmerte, was allerdings nicht unbedingt zu Alexandras besten ist.

Und dann sind da natürlich noch die Freundinnen, die man sich eigentlich auch hätte sparen können. Abbie, die mehr zu verbergen hat als Alexandra lieb ist und Vilna deren Mann im Gefängnis sitzt und welche unbedingt dazu gehören möchte.

Das ganze wird dann noch ein bisschen mit Neid, Missgunst, alten Geschichten und Gerüchten geschmückt und heraus kommt ein kleiner 252 Seiten langer, Roman der den Leser doch immer wieder die Frage stellen lässt, was für ein Schwein dieser Ehemann von Alexandra doch gewesen sein muss und wieso Alexandra sich das alles eigentlich gefallen lässt.

Aber mehr wird jetzt nicht verraten, weil ansonsten lohnt es sich ja nicht mehr das Buch selber zu lesen, und dass sollte man doch unbedingt machen wenn man auf Bücher steht in denen so manche Intrigen gesponnen werden und wo nicht mal der Hund der Familie unschuldig ist.

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