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Hermann Hesse „Unterm Rad“

In seinen Buch „Unterm Rad“ beschreibt Hermann Hesse eindrucksvoll wie ein Kind zur Lern-„Maschine“ ausgebildet wird, wie diesem jeglicher Spaß verboten, jeglicher Kontakt zu anderen Jugendlichen ausgetrieben und jeglicher Sozialer Funken gelöscht wird.

Hans ist ein überdurchschnittlich schlauer Junge, der beste und klügste in seinen Dorf. Das wurde früh vom Lehrer, vom Rektor und vom Vater entdeckt, so das man sich entschied ihn besonders viel lernen zu lassen, damit man ihn erst durch das Landesexamen in Stuttgart und dann durch das Seminar im Kloster Maulbronn bekommt. Das ist vielleicht auch kein schlechter Ansatz, allerdings schon wenn man die Ansätze liest, die hier vom Rektor, Pfarrer und Vater angewandt werden.

Hans wird nicht nur von seinen Freunden getrennt, für welche er durch das viele Lernen keine Zeit mehr hat, nein ihn wird auch noch das Angeln verboten, er darf keine Hasen mehr halten und all seine anderen Freizeitfreuden auch nicht. Hans kann also keine sozialen Bindungen aufbauen, darf seine Kindheit nicht ausleben und wird dazu gedrängt Tag und Nacht zu lernen. Er leidet unter Kopfschmerzen und Schlafmangel.

Als er nun das Landesexamen als zweiter besteht und sich seine Ferien, bevor das Seminar im Kloster losgeht, wahrhaft verdient hat, werden ihn auch diese wieder genommen. Die ersten Tage darf er zwar wieder seinen Freizeitaktivitäten nachgehen, er darf wieder Angeln und schwimmen, aber diese Freizeit wird ihn nach einigen Tagen dann auch schon wieder genommen. Der Pfarrer bittet ihn das er doch freiwillig ein wenig hebräisch bei ihm lernen soll und der Rektor tut das selbe mit Griechisch und Mathe. Freiwillig ist hier ein wenig hochgegriffen, denn sowohl der Rektor, wie auch der Lehrer haben ihn durch ihr auftreten, durch ihre Reden dazu manipuliert dieses zu denn, denn er hätte es nicht ablehnen können ohne Undankbar zu wirken und ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Aber auch diese Zeit übersteht er. Im Seminar ist er dann auch einer der besten, am Anfang, bis er sich mit einen Mitschüler anfreundet und von diesen nach unten gezogen wird.

Um nicht zu viel zu verraten sei noch gesagt das dieses Buch kein Happy End hat.

Das Buch hat 166 Seiten und lässt sich ziemlich schnell durchlesen. Da ich es von der Schule aus lesen musste, habe ich dieses auch getan, meiner Meinung nach gibt es aber inzwischen auch schon etliche Bücher die das Thema noch besser betrachten. Darum mein Fazit, man kann es lesen, muss es aber nicht.

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