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Macht was ihr Liebt! – 66 ½ Anstiftungen das zu tun, was im Leben wirklich zählt

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„Macht was ihr Liebt! – 66 ½ Anstiftungen das zu tun, was im Leben wirklich zählt“ von Anja Förster und Peter Kreuz. Der Titel machte mich neugierig auf das Buch, doch, nachdem ich es jetzt gelesen habe, weiß ich nicht wirklich, was ich dazu schreiben soll. Dem Buch ist schnell anzumerken, womit die Autoren ihr Geld verdienen. Und so sind die Anstiftungen eher darauf ausgerichtet, sein Leben auf einen bestimmten Nutzen auszurichten. Nutzen für das Unternehmen, nutzen für den eigenen Beruf, aber das Leben, das kommt eigentlich viel zu kurz.

Und noch etwas anderes kommt zu kurz, nämlich der Hinweis, dass schon ein gewisses finanzielles Polster nötig ist, um die Tipps, die im Buch gegeben werden, umzusetzen. Es geht jetzt nicht darum Millionär zu sein, aber es sollte schon die Möglichkeit bestehen, sich ein wenig Freiraum zu schaffen. Wer mit seinem Job nur ein geringes Einkommen erwirtschaftet, von dem unmöglich etwas weggelegt werden kann, der kann nicht einfach mal so aussteigen und das machen, was ihn wirklich interessiert. Auch das störte mich, ließ mich das Buch immer wieder aus der Hand legen, auch wenn es von den Autoren wahrscheinlich gar nicht böse gemeint ist. Aber es stellt sich schon öfter die Frage, ob nur Menschen, die einen gewissen Wohlstand haben, dass machen können, was sie lieben.

Aber nein, auch wenn die ersten Absätze etwas negativer sind, so möchte ich das Buch nicht schlecht machen. Es enthält interessante Tipps, durchaus auch welche, die auch ohne Geld umgesetzt werden können. Es gibt Anstöße zum Nachdenken, stößt einen an, über Grenzen zu springen, die wir selbst aufgebaut haben. Du willst etwas erreichen? Dann musst du anfangen! Du willst ein Buch schreiben? Dann schreib ein Buch! Das geht durchaus auch neben dem Beruf oder im Urlaub, wichtig ist nur, damit zu beginnen. Und wenn es am Ende doch nichts ist? Dann ist auch das kein Problem.

Für Unternehmer und Selbstständige ist es ein wunderbares Buch, um für sich und das Unternehmen neue Wege zu finden. Wege, die die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen und verkrustete Strukturen aufbrechen können. Auch für Menschen, die gerade in einer Findungsphase sind, ist es ein wunderbares Buch, aber es gilt eben die Einschränkung, die ich oben gemacht habe.

Menschen, die mit ihrem Geld kaum über die Runden kommen, werden eher enttäuscht sein von dem Buch. Sie werden wahrscheinlich die Tipps sehr interessiert lesen, aber dann feststellen, dass der Spielraum fehlt, um sie umzusetzen und dadurch demotiviert werden.

Ich gebe dem Buch dennoch 4 von 5 Punkten. Weniger wäre den Autoren gegenüber unfair, die das Buch für eine bestimmte Gruppe von Menschen geschrieben haben. Ich bin mir sicher, dass diese Gruppe vom Buch begeistert ist und die Tipps, die gegeben werden, den Horizont durchaus erweitern. Für mich hingegen gab es nur wenige Dinge, die ich aus dem Buch mitnehmen kann, aber das liegt an meiner persönlichen Lebenslage, nicht an den Autoren.  Und ja, ich weiß, dass diese Buchbesprechung ziemlich wage ist, aber ich habe weiter oben erwähnt, für welche Gruppe das Buch interessant ist. Auf die einzelnen Tipps eingehen, würde wohl zu weit ins Detail führen und der Sinn einer Buchbesprechung ist es ja nicht, das Buch überflüssig zu machen.

„Such die Chance, nicht die Hindernisse! Brecht die Regeln! Gebt mehr, als ihr nehmt! Macht, was ihr liebt! Lasst alles andere sein! Seid besser die erstklassige Version eurer selbst als die zweitklassige Version eines anderen.“

Zitat von der Rückseite des Buches.

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