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„The Hate U Give“ von Angie Thomas

Wenn ich anfange von Polizeigewalt zu reden, kann ich mir die Reaktion in meiner Familie schon vorher denken. „Was hast du denn gegen die Polizei?“, ist dann immer die erste Frage oder „Die hat dir doch nichts getan!“. Über Polizeigewalt zu reden, dass ist aber nicht nur ein Problem in meiner Familie, es ist ein generelles Problem in unserer Gesellschaft. Es ist ein Problem, dass nicht sein darf, für das es – wenn es nach der Mehrzahl der Menschen in unserer Gesellschaft geht – immer eine Rechtfertigung gibt. Ein Muster, welches ich auch wieder bei den G20-Protesten in Hamburg lesen und hören durfte. Die Demonstranten haben es sich halt schon irgendwie verdient, dass sie von den Polizisten zusammengeschlagen werden.

In den USA ist Polizeigewalt auch ein riesiges Problem, wobei hier auch noch Rassismus mit ins Spiel kommt. Nicht selten hören wir in den Nachrichten, dass ein Mensch mit schwarzer Hautfarbe bei einer Verkehrskontrolle erschossen wurde. Die Polizei rechtfertigt sich meist mit irgendeiner Notsituation, die es in den meisten Fällen nicht gegeben hat, und kommen dann meist ohne Konsequenzen mit ihrem Mord davon. Und auch hier funktioniert das Muster, welches ich oben schon erwähnt habe, in den größten Teilen der weißen Gesellschaft. Die finden dann halt irgendeinen Grund, warum der Gebrauch der Schusswaffe gerechtfertigt war und warum der Mensch mit schwarzer Hautfarbe selbst schuld an seiner Ermordung war. Und wenn dann die Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert und ermordet werden, auf die Straße gehen und selbst gewalttätig werden, dann ist auch das schon eine Rechtfertigung für die Polizeigewalt.

„The Hate U Give“ von Angie Thomas

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Im Buch „The Hate U Give“ geht es genau um dieses Thema. Starr, die farbige Protagonistin im Buch, lebt in zwei Welten. Sie liebt in einem schwarzen Viertel, welches unter Gangs aufgeteilt ist und in dem Gewalt an der Tagesordnung steht. Gleichzeitig geht sie an eine Privatschule, die hauptsächlich von weißen Kindern und Jugendlichen besucht wird, weil ihre Eltern ihr und ihren Geschwistern möglichst viele Perspektiven im Leben eröffnen möchten. Eines Abends, Starr fährt gerade mit Khalil, einen ihrer ältesten Freunde, in seinem Auto durch die Gegend, als beide von der Polizei angehalten werden. Bei dieser Kontrolle muss Starr mit ansehen, wie ihr Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wird. Es ist der Augenblick, der ihr ganzes Leben ändert und sie vor die Entscheidung stellt, ob sie ihren Freund verrät und schweigt oder ob sie die Wahrheit über Khalils tot in die Welt bringt.

Mein Fazit – Ein Jugendbuch für Jung und Alt

Bei „The Hate U Give“ handelt es sich um ein Jugendbuch, welches dem Leser das Thema Rassismus und Polizeigewalt näher bringen soll. Erzählt wird es natürlich von der Jugendlichen Starr, wodurch natürlich auch die Sprache des Buches die einer Jugendlichen ist. Das Buch zeigt auch auf, dass es immer verdammt wichtig ist, alle Fakten zu beachten und nicht nur die, die ins eigene Weltbild passen und schon deswegen ist es so wichtig, dass dieses Buch von vielen jungen -, aber auch alten Menschen gelesen wird.

Die deutsche Übersetzung hätte von mir wahrscheinlich sogar die volle Punktzahl (fünf) bekommen, wenn da nicht ständig irgendwelche Buchstaben gefehlt hätten, Buchstaben vertauscht wurden wären und auch ab und an die Grammatik nicht stimmig gewesen wäre. So bekommt es aber immer noch 4 von 5 Punkten.

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