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Das Parfum von Patrick Süsskind

Dieser außergewöhnliche Roman schlägt den Leser absolut in seinen Bann und ist nicht umsonst zu einem internationalen Bestseller geworden. Es kostet Mühe, das Buch aus der Hand zu legen und die Lektüre zu unterbrechen. Dem Autor Patrick Süskind gelingt es auf geniale Weise, dem kaltblütigen Mörder Grenouille, der skrupellos und von egoistischen Motiven getrieben junge Frauen tötet, auch eine sehr menschliche Seite zu verleihen. Selbst wenn er immer wieder als „Scheusal“ beschrieben wird, empfindet man doch Mitgefühl mit dem Protagonisten, dem gerade das verwehrt bleibt, was er sich am meisten wünscht, und der letztendlich daran zerbricht. Die Geschichte lässt den Leser nach einem überraschenden Schluss verstört, aufgewühlt und traurig darüber zurück, dass das Buch nun zu Ende ist.
Bemerkenswert ist die überaus gewählte, poetische Sprache, in der Süskind seine Geschichte verfasst hat; in lebendigen, immer wieder neuen Bildern schildert er Szenen, Menschen, Landschaften und natürlich deren Düfte, die man fast selbst wahrzunehmen glaubt. Die Schilderung der Lebensumstände der damaligen Zeit wie auch des „Handwerkszeugs“ der Parfumeure zeugen von einer fundierten Kenntnis der Materie. Sowohl einzelne Charaktere als auch die Gesellschaft als ganzes werden sehr feinsinnig auf die Schippe genommen, so dass bei aller Tragik auch der Humor nicht zu kurz kommt.
Alles in allem ein überaus lesenswertes Buch und wirklich eines der besten, die mir in den vergangenen Jahren untergekommen sind!

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