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„Die Tote im Wannsee“ von M.Lutz, S.Kellerhoff und U.Wilhelm

1968, das Jahr, in dem Rudi Dutschke Opfer eines Attentats wurde und Robert F. Kennedy sowie Martin Luther King wurden erschossen. Im selben Jahr kommt es zu den Studentenunruhen und Arbeiteraufständen in ganz Europa und die Atommächte unterzeichneten den Atomwaffensperrvertrag. Es ist ein Jahr, in welchem Weichen für die Zukunft gestellt wurden und in der einiges auch hätte anders laufen können.

Die Journalisten Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff und der Drehbuchautor Uwe Wilhelm legen die Handlung von ihrem Kriminalroman „Die Tote im Wannsee“ in genau diese aufgeladene Zeit und der Handlungsort ist Westberlin. Nah dran also an vielen der Brennpunkte der damaligen deutschen Geschichte.

Die Tote im Wannsee – Die Story

 

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Eine junge Frau wird ermordet, damit beginnt der Kriminalroman „Die Tote im Wannsee“. Der Versuch, die Leiche für längere Zeit verschwinden zu lassen, geht schief und so wird die junge Frau wenig später gefunden. Kommissar Wolf Heller übernimmt den Fall und setzt alles daran, den Mörder der jungen Frau schnell zu fassen. Doch das ist gar nicht so einfach für Kommissar Heller, denn es werden ihm so einige Stolpersteine in den Weg gerollt und selbst der eigene Chef versucht ihn auszubremsen, damit Heller den wahren Täter nicht findet. Plötzlich steht nicht nur seine eigene Karriere bei der Berliner Polizei auf dem Spiel, sondern auch sein Leben und das Leben von Personen, die ihm nahe stehen. Seine Ermittlungen führen ihn in die Machtzentren der Stadt und in einem Netz, in dem die dunkle Vergangenheit der Nazizeit und die Gegenwart miteinander verknüpft sind. Einem Netz, in dem auch Stasi-Agenten und die radikalen Studenten Fäden miteinander verknüpfen.

 

 
 
 
 
 
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Fazit

Die Autoren verknüpfen im Buch drei Handlungsstränge miteinander. Im ersten Handlungsstrang verfolgen wir Kommissar Heller bei seinen Ermittlungen und begleiten ihn auch in sein Privatleben. Der zweite Handlungsstrang wird durch eine junge Studentin geprägt, die zu den radikalen Studenten in der Stadt gehört. Im dritten Handlungsstrang verfolgen wir die Geschichte aus der Perspektive des Gegenspielers von Kommissar Heller. Alle drei Handlungsstränge sind miteinander verknüpft, die Autoren wechseln von Strang zu Strang und erzählen so nicht nur die Geschichte von Kommissar Heller, sondern sie verknüpfen diese Geschichte auch mit der damaligen Zeit und eröffnen einen Einblick in das damalige Leben in Westberlin.

Bei drei Handlungssträngen kann es natürlich leicht passieren, dass der Lesefluss ein wenig leidet, nicht so in diesem Buch und es ist auch nicht wichtig, weitergehende historische Kenntnisse zur damaligen Zeit zu haben, um der Geschichte folgen zu können. Insgesamt ein gelungener Kriminalroman, den ich gerne gelesen habe und der deswegen auch 5 von 5 Punkte von mir bekommt.

Das Buch

„Die Tote im Wannsee“ ist im Jahr 2018 beim Ullstein Verlag erschienen. Es hat insgesamt 383 Seiten. Davon entfallen 366 Seiten auf den Kriminalroman, auf 15 Seiten ist ein Glossar zu finden, in welchem Begriffe aus der damaligen Zeit erklärt werden und zum Schluss gibt es noch eine Danksagung der Autoren.

Titel: Die Tote im Wannsee
Autor: Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff, Uwe Wilhelm
ISBN-13: 978-3550050640
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