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Homo faber von Max Frisch

Hier möchte ich euch das Buch „Homo faber“ von Max Frisch vorstellen, welches ich im Rahmen des Deutschunterrichtes gelesen habe. Homo faber, das ist Lateinisch und bedeutet soviel wie „Der schaffende/herstellende Mensch“ und das ist Walter auch. Walter das ist die Hauptfigur um die es in diesen Roman geht, besser gesagt schreibt Walter diesen Roman eigentlich, denn es ist ein Bericht von ihn selber.

Es fängt alles mit einen Absturz an, der rein zufällig passiert ist, denn in Walter seinen Leben, der Techniker von Beruf ist, gibt es weder Schicksal noch Vorbestimmung. Es gibt für ihn nichts mystisches in der Welt, alles ist für ihn rational und mit Hilfe der Wissenschaft zu erklären. So ist es auch nur Zufall das er Herbert bei diesen Absturz kennen lernt und das eben dieser Herbert der Bruder von Joachim ist, mit dem Walter damals befreundet war. Genauso ist es Zufall das er auf einen Schiff ein Mädchen trifft, dass er anziehend findet und mit dem er sich anfreundet und eine ziemlich lange Reise durch Europa macht. Und es ist Zufall das dieses Mädchen seine eigene Tochter ist, von der er bis dahin nicht wusste das sie existiert.

Eigentlich basiert Walter sein ganzes Leben nur auf Zufällen. Ihn trifft weder die Schuld für das was passiert ist, noch für das was passieren wird. Und Schicksal, sowas gibt es schon einmal überhaupt nicht.

Im Buch berichtet Walter immer abwechselnd über seine Reisen, seinem wiedersehen mit Hanna, die Mutter seiner Tochter und seine alte Jugendliebe. Über die Reise mit Herbert, die er nach dem Absturz mit ihm unternimmt. Man bekommt einen groben überblick über Walter sein Leben und kann miterleben, wie er seine letzten Monate verbingt, bevor er im Krankenhaus landet, da er ein Magenleiden hat, welches Operiert werden muss. Es wird nicht gesagt ob Walter diese Operation überlebt oder nicht, aber es ist wohl davon auszugehen, dass er dieses nicht tut.

Im großen und ganzen ist es schon interessant dieses Buch zu lesen. Es ist interessant zu sehen wie Walter sich sieht, wie er Frauen sieht und was sein eigentliches Weltbild ist. Auch ist hier schön zu erkennen wie sich ein Mensch hinter einer Fassade versteckt, wie sich ein Mensch ein Bildnis von sich selber aufbaut, ohne auf die Realität zu achten.

Max Frisch hat hier einen interessanten Roman geschrieben den es sich lohnt zu lesen, auch wenn man schon nicht mehr in der Schule ist.

Noch kurz zu Max Frisch. Er wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren und starb dort auch im Jahre 1991. Er war der Sohn eines Architekten und studierte selber auch Architektur, nachdem er einige Zeit als freier Journalist für die „Neue Züricher Zeitung“ gearbeitet hat und zuvor ein Studium der Germanistik abbrechen musste, da sein Vater gestorben war und er es sich finanziell nicht mehr leisten konnte. Bevor er allerdings Architektur studierte veröffentlichte er 1934 seinen ersten Roman (Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt) bekam aber noch im selben Jahr Selbstzweifel an seinen können und verbrannte alle seine Manuskripte die er bis dahin Verfasst hatte. Erst 1940 wird wieder etwas von ihm veröffentlicht und zwar „Blätter aus dem Brotsack. Tagebuch eines Kanoniers“. 1955 löst er dann sein Architekturbüro auf und arbeitete fortan als freier Schriftsteller in Zürich.

Einige seiner Werke :

1934
Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt

1943
J´adore ce qui me brûle oder Die Schwierigen (1957 Neuausg. ohne den ersten Teil „Reinhart“)

1954
Stiller

1957
Homo faber. Ein Bericht

1964
Mein Name sei Gantenbein

Zitat von Max Frisch:

Zitat:

Unsere Meinung, daß wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedesmal, aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind – nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns.

( http://zitate.net/autoren/max%20frisch/zitate.html )

Weitere Quellen:

http://www.dieterwunderlich.de/Frisch_Faber.htm#cont

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