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Wolfgang Borchert

Am 20. Mai 1921 wurde Wolfgang Borchert in Hamburg geboren. Seine Eltern waren ein Volksschullehrer und eine Mundart-Autorin. Mundart-Autorin bedeutet, das man Gedicht oder Geschichten im eigenen Dialekt wiedergibt, bzw. niederschreibt. Im Jahre 1928 kam er dann an die Volksschule und besuchte diese bis 1932, in diesem Jahr ging er dann auf die Oberrealschule in Hamburg. Im Jahre 1936, also im Alter von 15 Jahren, veröffentlichte er dann seine ersten Gedichte, welche auf einigen Seiten als dilettantisch beschrieben werden.

Im Jahre 1939 beginnt er dann eine Ausbildung zum Buchhändler, welche er anscheinend nicht gerne macht, da er diese nur ein Jahr später wieder abbricht. In der selben Zeit begann er aber auch Schauspielunterricht zu nehmen und machte hier im Jahre 1940, also im selben Jahr wo er seine Ausbildung abbrach, seine Schauspielprüfung. Ein Jahr später wurde er dann von der Landesbühne Ost-Hannover als Schauspieler angeheuert, nach Borcherts aussagen die schönste Zeit seinen Lebens. Diese währte aber nur kurz, da er noch im selben Jahr zum Kriegsdienst eingezogen wurde.

Borchert durchlief eine Ausbildung zum Panzergrenadier, als welcher er dann auch in den Fronteinsatz kam. Hier wurde er auf einen Patrouillengang verletzt und erkrankte danach auch noch an Diphtherie. Da man vermutete das Borchert sich die Verletzung selbst zugefügt hatte, wurde er wegen Selbstverstümmelung angezeigt und sollte, so der Wille der Anklage, zum Tode durch Erschießen verurteilt werden. Das Gericht sprach ihn allerdings von diesen Anklagepunkt frei. Borchert war aber nun immer noch kein freier Mann, denn ihm wurde auch noch defätistisches Äußerungen unterstellt, welche ihn eine Gefängnisstrafe von mehreren Monaten einbringt. Er muss von diesen allerdings nur sechs Wochen im Gefängnis verbringen und wird dann auf Bewährung an die Ostfront geschickt. Im Jahre 1943 wird er dann aus der Armee entlassen.

Im selben Jahr arbeitet er dann als Kabarettist und wird wegen einer Parodie auf Joseph Göbels verhaftet. Wieder wird er wegen Defätismus angezeigt und zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Dies geschieht im Jahre 1944. Er wird allerdings wieder vorzeitig aus der Haft entlassen und darf zum zweiten mal zur „Bewährung“ an die Front. Dort gerät er in französische Kriegsgefangenschaft, aus welcher er im Jahre 1945 flieht und nach Hamburg zurück kehrt, und zwar als Schwerkranker Mensch.

In Hamburg wird er dann Regieassistent und arbeitet am Hamburger Schauspielhaus.

In den darauf folgenden Jahren veröffentlicht er dann eine Gedichtsammlung und schreibt mehrere Kurzgeschichten. Im Jahre 1947 schreibt er dann die Geschichte „Draußen vor der Tür“ welche erst als Hörspiel gesendet wird und einen Tag nach seinem Tode in den Hamburgern Kammerspielen dann uraufgeführt wurde.

Am 20. Novermber 1947, gerade einmal 26 Jahre alt , stirbt Wolfgang Borchert während eines Aufenthaltes in der Schweiz.

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