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Glennkill von Leonie Swann

„Gestern war er noch Gesund“, sagte Maude. Ihre Ohren zuckten nervös.
„Das sagt gar nichts“, entgegnete Sir Ritchfield, der älteste Widder der Herde,“er ist ja nicht an einer Krankheit gestorben. Spaten sind keine Krankheit.“

So beginnt der Schafskrimi „Glennkill“ von Leonie Swann. Ein Roman in welchen nicht die Menschen, sondern Schafe die Hauptrolle haben. Nicht irgendwelche Schafe, sondern die Schafe von George Glenn, den ermordeten Schäfer.
Die Schafe wollen Gerechtigkeit und so entschließen sie sich, die Ermittlungen im Mordfall aufzunehmen. Die Ermittlungen übernimmt Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, vielleicht sogar von Glennkill und eventuell sogar das klügste Schaf der ganzen Welt. Unterstützung bekommt sie von den anderen Schafen der Herde. Mit Mopple the Whale hat sie einen Widder an der Seite, der sich alles merken kann und das gemerkte dann auch nie mehr vergisst. Dazu kommen noch Maude, Sir Ritchfield, Heide, Cloud, Othello, Zora, Ramses, Lane, Sara, und noch einige mehr.
Alle zusammen gehen sie auf die Suche nach dem Mörder ihres Schäfers, dass Werkzeug dafür haben sie aus den Liebesromanen gelernt, welche George ihnen immer vorgelesen hat. Mit diesem Wissen in der Hinterhand folgen sie den Spuren und lernen dabei einiges über die Menschen. Eine spannende Geschichte beginnt….

Leonie Swann verfolgt dabei aber nicht nur die Geschichte von George, über den wir einiges lernen, sondern geht auch auf die Lebensgeschichte einiger Schafe ein. Sie erzählt was Othello schon so alles erlebt hat, erklärt was ein „Winterschaf“ ist, geht auf die Gedanken und Gefühle der Schafe ein, gibt einen Einblick in die Gedanken und verknüpft das alles zu einer Geschichte. 376 Seiten lang ist man ein Schaf, fühlt wie ein Schaf, denkt wie ein Schaf und ermittelt wie ein Schaf. Und doch, doch ist das Buch manchmal ein wenig zu ausführlich, geht zulange auf die Schafe ein und in den Ermittlungen kommt man nur sehr langsam voran.( So wie ich gerade beim schreiben dieses Berichts) Man bekommt den Eindruck, dass der Mord an George nicht die Hauptgeschichte des Buches ist, sondern nur ein kleiner Teil, der am Ende das ganze zusammenhält und die Geschichte nicht in viele kleine Einzelgeschichten zerfallen lässt.

Aber, es ist ein gutes Buch, ein Buch welches beim Lesen ein wenig was vom Leser erwartet, nämlich das man sich in die Schafe versetzen kann, dass man mit ihren Augen sieht und lernt das sie nicht unbedingt alles wissen was wir für selbstverständlich halten.

Wenn man also nicht unbedingt ein Buch sucht, welches sich von alleine liest, sondern eine Herausforderung. Wer bereit ist, sich durch ein Buch durch zu kämpfen und nicht gleich aufgibt, wenn es mal nicht voran geht, der ist hier genau richtig.

Hier noch ein Link, da es mir doch ziemlich schwer viel eine Buchbeschreibung zu schreiben zu diesem Buch:

http://readit.korsti.de/107/leonie-sw … kill-rezension#comment-88

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