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Auferstehung der Toten von Wolf Haas

Wisst ihr eigentlich wo Zell liegt? Von Amerika betrachtet mag es nur ein kleiner Ort sein, wenn man aber das Buch „Auferstehung der Toten“ liest, dann ist es ein Ort, wo ein Doppelmord aufgeklärt werden muss. Hach und Dingens, ähm Dingens halt, Scheiß mich an, ich meine natürlich den Brenner, ein Polizist, der nicht mehr bei der Polizei ist, sondern jetzt als Detektiv für eine Versicherung arbeitet, der hat den Fall geklärt.

Ok, meine Ausdrucksweise im ersten Abschnitt mag jetzt nicht die beste gewesen sein, aber nachdem man das Buch gelesen hat, muss man sich erst einmal wieder dran gewöhnen, vernünftig zu Schreiben und zu Sprechen, vielleicht auch zu Denken. Denn so wie oben, mit dem Dingens so geht das im ganzen Dingens, also im Buch mein ich. Denn der Erzähler macht sich gar nicht die Mühe „vernünftiges“ Deutsch zu sprechen. Eher glaubt man in einer Kneipe zu sitzen und jemanden beim erzählen einer spannenden Geschichte zu zuhören. Aber das macht den Reiz der Geschichte aus, als ob jemand neben dir sitzt, total vertraut und dir bei einem Glas Bier oder Rotwein oder Cola, oder was ihr auch immer trinkt, eine Geschichte erzählt.

Ok kommen wir jetzt aber erst mal ein wenig zu der Geschichte. In Zell also ist ein Mord geschehen, kein einfacher, sondern ein doppelter. Ein Ehepaar aus Amerika wurde im Ski(Schi)lift tot aufgefunden, erfroren. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf, findet aber keine wirkliche Spur. Es gab zwar ein-zwei Verdächtige, aber diese wurden auch schnell wieder aus dem Kreis der Verdächtigen entlassen, weil es keine wirklichen Beweise gab.
Bei den Ermittlungen der Polizei, da war der Brenner noch selbst Polizist gewesen und er war natürlich auch bei den Ermittlungen dabei. Als die Polizei dann aber ohne Ergebnisse aufgibt, gibt auch der Brenner bei der Polizei auf. Da aber die amerikanische Versicherung nun wissen will, ob es sich um Mord oder Unfall handelt, bzw. ob sie zahlen müssen oder nicht., schaltet diese ein Detektivbüro in Österreich ein. Und dieses Büro engagiert daraufhin den Brenner. Dieser soll die Ermittlungen vor Ort aufnehmen, was er auch macht. Aber es dauert ein Drei-Viertel-Jahr, bis er den Täter auf die Spur kommt.

Mehr möchte ich nicht von der Geschichte verraten. Aber meine Meinung möchte ich natürlich noch abgeben. Dingens halt…..

Wie oben schon erwähnt, war der Erzähl-Stil mal ganz was anderes. Ok, Bücher wo eher Umgangssprachlich erzählt wird, gibt es sicher schon einige, aber hier habe ich mich wirklich so gefühlt, als ob mir ein guter Bekannter die Geschichte erzählt. Als ob ich irgendwo in einem gemütlichen Cafe sitze, meinen Cappuccino schlürfe und die Geschichte höre. Dazu kommt noch, dass man die ganze Zeit über zwar darüber aufgeklärt ist, dass der Brenner den waren Mörder findet, aber man erfährt nie genug um heraus zu finden, wer es denn nun sein könnte. Erst ganz am Schluss wird das Geheimnis gelüftet und man ist dann so ziemlich Überrascht über dieses Ende, soviel kann ich schon mal verraten.

Wenn ich persönlich jetzt Sterne vergeben müsste, so würden es wohl mindestens vier von fünf werden, da mich der Charme des kleinen Buches doch ziemlich in seinen Bann gezogen hat.

Nun aber noch ein paar Fakten zum Buch. Erschienen ist es im rororo Verlag. Es hat 153 Seiten und kostet 7.95 Euro. Es handelt sich dabei um eine Taschenbuchausgabe.

ISBN: 978-3-499-22831-5

Aufmerksam geworden auf den Autor bin ich bei der Krimikiste von Kristine, welche ein anderes Band aus der Brenner-Reihe vorgestellt hat. Da fällt mir ein, ich habe ja ganz vergessen zu erwähnen, dass es sich dabei um eine Reihe handelt. Insgesamt gibt es sechs Bände und ich habe hier das erste davon vorgestellt.

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