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„Heilige Scheiße: Wären wir ohne Religion wirklich besser dran?“ von Stefan Bonner und Anne Weiss

Wie wäre wohl eine Welt ohne Glauben? Wäre sie besser oder wäre sie schlechter? Wie würden die Menschen wohl leben, so ganz ohne Glauben? Ist der Glaube nicht der Grundstein dafür, dass die Welt so funktioniert, wie sie heute funktioniert?

Das ist ein Auszug an Fragen, die ich mir schön öfter einmal gestellt habe, auf die ich aber bisher noch keine Antworten bekommen habe. Das Buch „Heilige Scheiße: Wären wir ohne Religion wirklich besser dran?“ hörte sich da sehr interessant an, versprach es doch Antworten zu geben, zumindest teilweise.

 

Der Inhalt – Kirche, Staat und Glauben

 

Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus, zum Teil, weil sie nicht mehr an das Glauben, was dort gepredigt wird, zum anderen, weil die Kirche in den letzten Jahren sehr negativ aufgefallen ist. Im Buch beschäftigen sich die beiden Autoren mit diesem Phänomen und Fragen, ob wir die Religion überhaupt noch brauchen. Dazu gehen sie auf die Geschichte der Kirche ein, zeigen, dass sich die Bibel in vielen Teilen widerspricht, zeigen auf aktuelle Entwicklungen, die sich mit den Wissenschaften nicht vereinbaren lassen, stellen Ersatzreligionen vor und sie bringen viele Statistiken, die gegen die Kirche sprechen. Außerdem gehen die Autoren auf die Kirchenfinanzierung in Deutschland ein und sie Fragen, ob die vielen staatlichen Gelder, welche die Kirche in Deutschland erhält, gerechtfertig sind. Auch wird auf die soziale Arbeit eingegangen, die für viele noch ein Grund ist, ihre Kirchensteuern zu bezahlen.

 

Fazit – viele Fragen werden gestellt aber nur wenige wirklich beantwortet.

 

Ich glaube, oben so etwas das Themenspektrum im Buch zusammengefasst zu haben. Sicher habe ich das ein oder andere vergessen, aber es wurden eben auch viele Fragen gestellt. Dabei wurden auch interessante Fakten serviert, die einen zum Nachdenken anregen sollten. Aber die Fragen, die ich oben gestellt habe, konnte mir auch dieses Buch nicht beantworten. Das Buch ist ein Einstieg, ein Einstieg um über die Kirche als moralische Instanz nachzudenken. Aber es kann eben die Frage nach dem Glauben nicht beantworten.

Dennoch bekommt das Buch 4 von 5 Punkten von mir, denn das Buch regt zum Nachdenken über die Rolle der Kirche an. Und Nachdenken und Hinterfragen ist der erste Schritt, um die Welt wieder ein Stückchen besser zu machen.

 

Weitere Leseeindrücke zum Buch:

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