„Immerstill“ von Roman Klementovic

„Immerstill“ von Roman Klementovic

Kleine Ortschaften können schon etwas mythisches haben. Sie können Angst machen, können Unwohlsein verursachen, aber auch genau die gegenteiligen Emotionen hervorrufen. Einige Ortschaften vermitteln das Gefühl von Geborgenheit, andere Ortschaften engen die Menschen ein, lassen einem das Gefühl entwickeln, ausbrechen zu müssen, weil jeder jeden kennt, weil es kaum Geheimnisse gibt. Die auktoriale Ich-Erzählerin im Thriller „Immerstill“ musste auch aus der Enge ihres Heimatdorfes fliehen, eine fiktive Ortschaft in Österreich.

„Immerstill“ von Roman Klementovic

In „Immerstill“ muss Lisa – das ist die auktoriale Ich-Erzählerin, die uns durch das Buch führt, wieder zurück in ihre Heimatortschaft, aus der sie vor einigen Jahren geflohen ist, weil sie sich nicht mehr wohlfühlte, sie die Enge nicht mehr ertragen konnte, sie lieber in der Großstadt Wien leben wollte. Doch ihre Schwester war verschwunden und so befand sich Lisa am Anfang der Geschichte auf dem Weg zu ihrem Vater, auf dem Weg in ihre alte Heimat. Dort wollte sie ihrem Vater beiseite stehen und bei der Suche nach ihrer Schwester mithelfen. Außerdem löste das Verschwinden ihrer Schwester Erinnerungen aus, denn vor ein paar Jahren waren schon einmal zwei Jugendliche verschwunden, die zusammen mit Lisas Schwester in eine Klasse gegangen sind. Das Verschwinden wurde nie aufgeklärt, weswegen Lisa von der Angst ergriffen wurde, dass das Verschwinden ihrer Schwester etwas mit dem damaligen Fall zu tun hatte. Für Lisa wird die Suche nach ihrer Schwester zu einer harten Aufgabe, die sie am Ende sogar bis über den Rand ihrer Belastungsfähigkeit bringt. Warum ist ihre Schwester verschwunden, lebte diese noch und was hatte das alles mit dem Fall von damals zu tun? Die Antworten darauf verändern Lisas Leben total …

Fazit

Ich kann mich nicht erinnern, wie oft ich einen Thriller in der auktorialen Erzählform gelesen habe, ob ich überhaupt schon einen Thriller in dieser Erzählform gelesen habe. In diesem Thriller war es aber genau die richtige Erzählperspektive. Nur durch diese allwissende Ich-Erzählerin gelang es dem Autor, die Spannungskurve bis zum Schluss auf einem sehr hohen Level zu halten. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, musste immer weiter lesen, wollte wissen, was im Heimatort von Lisa vorgeht, wer dort sein Unwesen trieb, wollte wissen, ob sich mein Verdacht bestätigt. Es war einfach fesselnd, die Geschichte plätscherte nicht vor sich hin, sie war genau so, wie ich sie von einem Thriller erwarte und dabei gab es nicht einmal viele Morde in der Geschichte. Es ist das erste Buch seit langer Zeit, dass von mir wieder einmal fünf von fünf Punkten bekommt.

PS:

Nach dem Lesen des ersten Bandes musste ich mir gleich die Fortsetzung kaufen, um dort schnell die letzten Seiten zu lesen, sonst wäre ich nämlich wahnsinnig geworden, da ich erst einmal ein anderes Buch lesen muss, bevor ich dann – und das werde ich garantiert tun – den zweiten Teil lesen kann.

Titel: Immerstill
Autor: Roman Klementovic
ISBN-10: 9783839218884
ISBN-13: 978-3839218884
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